Debatte um Polen-Mahnmal

Markus Meckel im Landtag Brandenburg. Foto: Frank Bürger
Markus Meckel im Landtag Brandenburg. Foto: Frank Bürger

Markus Meckel, langjähriger Bundestagsabgeordter der SPD und letzter Außenminister der DDR,  ist ein Kenner der deutsch-polnischen Geschichte. 

Er hat sich im Austausch mit Wolfgang Thierse (SPD) und Rita Süßmuth (CDU) in die Debatte um ein Polen-Denkmal in Berlin eingemischt. 

 

Heute haben wir mit ihm darüber persönlich gesprochen. 

 

„Für Eure und für unsere Freiheit! – Über den Beitrag Polens zur deutschen Freiheits- und Demokratiegeschichte“. An einem völlig neu zu gestaltenden Denkmal am Ort des heutigen Denkmals in Berlin-Friedrichshain sollte nach Meinung Meckels eine Freilicht-Ausstellung diesen Beitrag näher darstellen. Der rote Faden sollte vom Hambacher Fest im 19. Jahrhundert, über die Befreiung vom Nationalsozialismus, über Solidarnosc bis 1989/90 gezogen werden.

"Viele haben vergessen, dass Polen mit an der Befreiung des KZ Sachsenhausen dabei waren, und nicht nur in der Roten Armee mitgewirkt haben", sagt Meckel heute in einem Telefonat. Polen sei ein Akteur der Freiheit, das gehe ein wenig in dem zur Debatte stehenden Vorschlag von Süßmuth und Thierse unter.

 

Am 15. November 2017 gab es eine Pressekonferenz zur Installation eines Mahnmals an die polnischen Opfer der Nazi-Diktatur. Initiatoren sind unter anderem Rita Süßmuth, Kuratoriumsvorsitzende des Bundesverbandes der Deutsch-Polnischen Gesellschaften und ehemalige Bundestagspräsidentin (CDU) sowie Wolfgang Thierse (SPD), der auch das Amt des Bundestagspräsidenten innehatte und der Deutsch-Polnischen Gesellschaft nahesteht.

 

Ein Denkmal für die polnischen Opfer der NS-Gewaltherrschaft soll nach dem Willen einer Initiative in der Mitte Berlins entstehen. Es soll an die sechs Millionen Menschen erinnern, die unter der deutschen Besatzung umgebracht wurden.

Mittlerweile haben mehr als 80 prominente Vertreter des öffentlichen Lebens den am Mittwoch vorgestellten Aufruf der Initiative unterschrieben.

 

Beitrag: Frank Bürger

 

 

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