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Lebensretter soll für Auszeichnung vorgeschlagen werden


Ronny Splisteser ist seit 24 Jahren bei der Feuerwehr und zeigte die Stelle des Vorfalls. (Foto: Patrick Schulz)
Ronny Splisteser ist seit 24 Jahren bei der Feuerwehr und zeigte die Stelle des Vorfalls. (Foto: Patrick Schulz)

Prenzlau (red). Dank des beherzten Einsatzes des Prenzlauers Ronny Splisteser konnte am Dienstagnachmittag am Igelpfuhl in der Uckermark-Kreisstadt einem zehnjährigen Jungen das Leben gerettet werden. „Ich war mit meiner Lebensgefährtin gerade auf dem Weg zum Einkaufen, als ich vom Igelpfuhl her Hilferufe hörte“, berichtet Ronny Splisteser.

 

Beim Blick auf den kleinen Teich war klar, dass hier schnelles Handeln vonnöten war.„Ich sah auf dem Wasser eine Mütze hoch und runter gehen. Also sprang ich aufs Eis, brach zwar selbst ein, schwamm aber zu dem Jungen, der sich bereits unter Wasser befand.

 

Ich zog ihn hoch und schob ihn auf die Eisfläche. Inzwischen waren weitere Helfer am Ufer, die ihn an Land zogen und auch mir aus dem Wasser, das mir bis zum Kinn stand, hinaus halfen.“ Kurze Zeit später waren auch Splistesers Kameraden von der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlau vor Ort, um die weitere Rettung zu übernehmen.

 

„Es mag für  Ronny Splisteser der selbst Feuerwehrmann ist, selbstverständlich sein, in Notfällen Hilfe zu leisten. Und dennoch ist sein schnelles Handeln ohne Rücksicht auf das eigene Wohl eine besondere Tat“, sagt Bürgermeister Hendrik Sommer. Er will ihn deshalb für die Auszeichnung mit der Rettungsmedaille des Landes Brandenburg vorschlagen und bedankt sich für den engagierten Einsatz.

 

Gleichzeitig warnt er nochmals eindringlich davor, die Eisflächen auf Gewässern zu betreten. „Man muss es so deutlich sagen: das ist lebensgefährlich. Die Situation am Igelpfuhl hat dies noch einmal klar vor Augen geführt“, so das Stadtoberhaupt.

 

von Redaktion / Foto: Patrick Schulz 

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