Veröffentlicht am 01.03.2017 um 23.50 Uhr

von Frank Bürger

Höchster polnischer Orden für Justus Werdin


Justus Werdin  (links) wird am 2. November 2016 in sein Amt als Referent für Osteuropa eingeführt.
Justus Werdin (links) wird am 2. November 2016 in sein Amt als Referent für Osteuropa eingeführt.

Höchster polnischer Orden für Justus Werdin

 

Berlin (fb). Für seine Verdienste um die deutsch-polnische Verständigung wurde Pfarrer Dr. Justus Werdin, Osteuropareferent des Berliner Missionswerkes, am Freitag, 17. Februar, in Gniezno/Gnesen mit dem „Orden des Weißen Adlers“ ausgezeichnet. Dies ist die höchste Auszeichnung der Republik Polen und einer der ältesten Orden Europas.

 

Dr. Justus Werdin erhält den Orden als Anerkennung für sein langjähriges Engagement um den  Ökumenischen Pilgerweg Magdeburg – Gniezno/Gnesen, den er von Anfang an maßgeblich mitverantwortet hat. Gniezno gilt seit dem Mittelalter als geistliches Zentrum Polens. Die deutsch-polnische Pilgerwoche, zu der seit dem Ökumenischen Kirchentag von 2003 alljährlich im Juni eingeladen wird, bringt katholische und evangelische Christen aus Deutschland und Polen zusammen – und einander näher. „Die einstimmige Entscheidung des Landkreises Gniezno beruht auf den gesellschaftlichen und kulturellen Auswirkungen dieses Ökumenischen Pilgerwegs“, so die Begründung. Auch solle auf diese Weise eine Referenz Polens zum Reformationsjubiläum bekundet werden.

 

„Die Auszeichnung rührt mich sehr; ist sie doch eine Bestätigung dafür, dass den Pilgern und ihren Bemühungen um ein christliches ökumenisches Europa große Wertschätzung entgegengebracht wird“, so Dr. Werdin, der am Freitagmorgen zunächst mit Wojciech Polak, dem Erzbischof von Gniezno/Gnesen und Primas von Polen, zusammentrifft. Am Abend erhielt er im Rahmen einer feierlichen Zeremonie und im Beisein weiterer Ordensträger die Auszeichnung in Gestalt einer Bronzestatue und einer Urkunde.

 

Bischof Dr. Markus Dröge, Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz, würdigt die Arbeit von Pfarrer Justus Werdin: „Pilgern überschreitet Grenzen. Und mit seinem ausdauernden Engagement hat Dr. Werdin für die Verständigung zwischen Polen und Deutschland ein wichtiges Zeichen gesetzt. Dafür danke ich ihm und freue mich mit ihm sehr über die Auszeichnung.“ Der Gratulation schließt sich Roland Herpich, Direktor des Berliner Missionswerkes, an.

 

Pfarrer Dr. Justus Werdin wurde am, 2. November in der Friedenskirche in Frankfurt/Oder in sein Amt als Referent für Osteuropa und grenzüberschreitende Ökumene eingeführt. Zum Gottesdienst luden das Berliner Missionswerk, der Evangelische Kirchenkreis Oderland-Spree und das Oekumenische Europa-Centrum Frankfurt/Oder ein. Die Prenzlauer Rundschau war mit dabei, ein besonderes Kapitel deutsch-polnischer Geschichte wird aufgeschlagen. Justus Werdin war stellvertretender Superintendent des Kirchenkreises Uckermark .

 

Die Prenzlauer Rundschau war an diesem Tag in Frankfurt (Oder) mit dabei.

Einige Fotos von der Einführung siehe https://www.facebook.com/media/set/?

 

Über seine Arbeit war Dr. Werdin sehr verbunden mit dem Verein Kulturfeste in Brandenburg. Am 24. Februar präsentierte Christoph Wichtmann gemeinsam mit Brandenburgs Kulturministerin Martina Münch in der Potsdamer Schiffbauergasse das Kulturprogramm des Jahres.

 

http://www.kulturfeste.de/img/KF-Broschuere-2017-web.pdf

 

Justus Werdin schaut auch nach Süden. Die Prenzlauer Rundschau hatte Ende Februar mit Justus Werdin einen Termin in Berlin.

 

So entsteht gerade in der badischen Metropole Karlsruhe ein Ökumenischer Pilgerweg. Hier wird die Konferenz der Kirchen am Rhein sowohl für Karlsruhe als auch für Berlin eine Rolle spielen.

 

Fotos: Frank Bürger

Beitrag: Frank Bürger / Berliner Missionswerk


Kontakt zum Autor: f.buerger@prenzlauer-rundschau.de


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