Veröffentlicht am 28.06.2016 um 18.00 Uhr 

von Andreas Schmidt 

Ab Mittwoch Hebebühnen im Einsatz


Fotos: Tobias Olm
Am Sonnabend hatten die Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Prenzlau zahlreiche Einsätze absolviert.

Ab Mittwoch vier Hebebühnen im Einsatz

 

Prenzlau (spz). Die Sicherungs- und Aufräumarbeiten nach dem Unwetter am Wochenende sind in vollem Gange. Priorität haben, so Bürgermeister Hendrik Sommer, die Grabowstraße und der Bereich Bahnhof, Gleisanlagen. „Die ersten Aufgaben in der Grabowstraße sind erledigt, jetzt erfolgt der Totholzschnitt an den verbliebenen Bäumen. Heute Abend treffen wir die Entscheidung, ob die Grabowstraße wieder geöffnet werden kann“, so das Stadtoberhaupt. Weiterhin erfolgte durch Baumsachverständige die Kontrolle der Kindertagesstätten und Schulen, anschließend der Verkehrsflächen im Stadtgebiet. Die Kontrolle in den Ortsteilen übernahm das Ordnungsamt. Der Baumschnitt in den Kitas und Schulen erfolgt am Mittwoch. Anschließend erst werden die übrigen Verkehrsflächen, der Friedhof und Grünflächen wie der Stadtpark in Angriff genommen.

 

Problematisch stellte sich die Bereitstellung von Hebebühnen dar. Es ist schwierig, kurzfristig diese Technik zu ordern. Hinzu kommt, dass die entsprechenden Fachfirmen nicht nur in Prenzlau gebraucht werden. Ab Mittwoch allerdings stehen uns vier Hebebühnen zur Verfügung, so dass die Arbeiten dann zügiger vorangehen können.“

 

Derweil gingen bei der Verwaltung Beschwerden von Bürgern ein. So beklagten Anwohner der Grabowstraße die Einschränkungen, die für sie mit der Sperrung ihrer Straße verbunden sind, regelmäßige Friedhofsbesucher kritisierten die ebenfalls für dieses Areal geltende Sperrung. „Priorität hat eindeutig die Sicherheit der Menschen. Wir haben in den letzten Tagen wieder einmal die Erfahrung gemacht, dass Warnbarken oder ein rot-weißes Flatterband sowie Warnschilder nicht ausreichen. Es gibt immer wieder Leute, die die Gefahr ignorieren. Im Ernstfall stehen wir hier in der Haftungsverantwortung. Also bleibt nur die rigorose Entscheidung der Sperrung. Das gefällt mir als Bürgermeister auch nicht. Ich kann den Unmut, die Aufgebrachtheit verstehen und ich verstehe, dass sich Menschen eingeschränkt fühlen. Aber ich trage hier die Verantwortung und werde mir am Ende nicht nachsagen lassen, dass ich dieser Pflicht nicht nachgekommen bin.“ Sommer appelliert an das Verständnis und die Vernunft der Betroffenen. „Wir kontrollieren die Arbeiten sehr gründlich und mit dem notwendigen Nachdruck, damit die Sperrungen so schnell wie möglich aufgehoben werden können.“ Die Sperrung des Friedhofs allerdings wird sich noch bis in die kommende Woche erstrecken. „Das ist eines der Ergebnisse der Kontrolle durch einen externen Baumgutachter. Hier besteht Gefahr für Leib und Leben und einzelne Bereiche des Friedhofes abzusperren funktioniert nicht.“ Für die in nächster Zeit stattfindenden Beisetzungen werden Sondergenehmigungen erteilt und entsprechende Schneisen vorbereitet, die gefahrlos passierbar sind. „Ich kann nur immer wieder um Verständnis werben. Natürlich ist es für Menschen, die ihre Angehörigen auf dem Friedhof besuchen wollen, schwierig, mit dieser Situation klar zukommen und sie anzunehmen. Aber wie gesagt: Ich trage für die Sicherheit die Verantwortung.“

 

 

Fotos: Tobias Olm

Bericht: Stadt Prenzlau 


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